Aktuelles

TERMINHINWEIS: Informationsabend "Heizen mit Zukunft" 
Rundum alternative Heizungstechniken – im Vergleich zu in der Regel monopolistisch betriebenen Wärmenetzen – veranstaltet die BZE eine öffentliche Informationsveranstaltung am

Dienstag, 24. März 2026 | 18.00 Uhr
Amtsstraße 11 | Fischhaus
19246 Zarrentin am Schaalsee

Thema: „Fernwärme ist nicht die alleinige Königslösung – klimaneutrale Wärme mit GEG-konformer Heizungs- und Ofentechnik!“

Programm:
- Vorträge zu dezentraler Wärmetechnik
- Podiumsdiskussion bzw. Fragerunde zum individuellen Heizen
- Persönliche Gespräche mit anwesenden Heizungsfachleuten

Die Teilnahme ist kostenfrei. >> Link Download Info-Flyer

10.01.2026
Abschlussvorstellung Kommunale Wärmeplanung Zarrentin 13.01.26 | Briefe der BI an Amt und Mandatsträger

Am Dienstag, 13.01.2026, 19 Uhr, Kloster Zarrentin (Link) erfolgt die Abschlussvorstellung der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) Zarrentin. Unsere sachlich-konstruktiven Hinweise und Fragen zum KWP-Verfahren an die Projektverantwortlichen beim Amt Zarrentin sind unserer Meinung nach nicht ausreichend gewürdigt worden, außerdem stellten wir fest, dass viele Amtsträger sehr wenig oder im Grunde gar nichts über die KWP Zarrentin wissen. Dies ermutigte uns, nochmals einen Brief an die Projektverantwortlichen sowie einen weiteren Brief an die einzelnen Mandatsträger in den Gemeinden zu richten. Darin beziehen wir konkret Stellung zu einzelnen Maßnahmen und begründen dies auch, warum die KWP grundlegende, qualitative Lücken aufweist, die sich auf das weitere Vorgehen negativ auswirken könnten. Hier die beiden Briefe zum Download:

Brief an das Amt Zarrentin

Brief an die Mandatsträger der Gemeinden des Amtes Zarrentin

Lücken in und unzureichende Qualität von Wärmeplanungen sind keine Erfindungen oder Spinnereien von z. B. Bürgerinitiativen. Diese Problem behafteten Kommunalen Wärmeplanungen werden bundesweit übrigens zunehmend Thema, weil sie in der Regel Nacharbeiten auslösen, um am Ende die Transformationsaufgaben zielgerichtet bewältigen zu können. Hier ein weiterer aktueller Bericht zu einer KWP-Studie:

>>> Wärmeplanung mit Lücken: Studie deckt Mängel auf 

18.12.2025
Verbraucherzentrale Bundesverband |
Mehr Transparenz für Fernwärme-Kund:innen bei einseitigen Preiserhöhungen

Bei den Verbraucherzentralen liegen viele Beschwerden von Fernwärmekund:innen vor, die von einseitigen, intransparenten Preisanpassungen mit teils starken Preissteigerungen berichten. Die Verbraucherzentralen fordern deshalb bundesweit einheitliche Veröffentlichungspflichten und eine verbindliche Preisaufsicht.

>>> Zur Mitteilung der Verbraucherzentrale 

10.12.2025
NDR Mecklenburg-Vorpommern |
Fernwärme vor Aus: In Medrow endet Förderung der Biogasanlage

Auch dies ist kein Einzelfall, dann wenn es nämlich keinen "Plan B" gibt, der greifen könnte, wenn die Finanzierung kippt. Dann kippt auch die Fernwärme und die Stuben bleiben erst einmal kalt... 

>>> Zum Bericht des NDR

02.12.2025
stern.de - Die Zeit - dpa u.a. | Klagen gegen Fernwärmeversorger wegen Preiserhöhungen

Nicht neu, sondern leider regelmäßig notwendig: Verbraucherschützer sind gegen mehrere Fernwärmeversorger in Deutschland wegen aus ihrer Sicht ungerechtfertigter Preiserhöhungen vor Gericht gezogen. Da es sich meist um monopolistisch geprägte Wärmenetze handelt, haben die Kunden kaum Kündigungsmöglichkeiten der langen Verträge, bzw. Alternativen. Klagen wurden bisher gegen die Hansewerk Natur im schleswig-holsteinischen Quickborn, Eon Energy Solutions in Essen und die Stadtwerke Neubrandenburg eingereicht, wie der Verbraucherzentrale Bundesverband in Berlin mitteilte. 

>>> Zum Bericht Die Zeit (dpa)

>>> Zum Bericht auf stern.de 

27.11.2025
NDR |
Pinnow: 160 Haushalte ohne Heizung und Warmwasser

Seit dem Ausfall der Fernwärme am 20. November sitzen 160 Haushalte in Pinnow ohne Heizung. Neue und mobile Kessel sollen bis Freitag Wärme liefern. Doch das 35 Jahre alte, marode System macht weitere Reparaturen schwierig.

>>> Zum Bericht des NDR

27.11.2025
MDR AKTUELL:
Wärmewende | Stadtwerke drängen auf Fonds für langfristig bezahlbare Heizkosten

Viele meinen ja, dass mit Anschluss-, Benutzungszwängen und Verbrennungsverboten sowie hohen Kosten bei Nah- und Fernwärme sei nur Panikmache und es gäbe das alles gar nicht. Wie die bundesweite Kommunenbefragung 2025 von dena und Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende (KWW) herausfand, werden die so genannten "Kommunalen Eingriffe" sehr wohl schon im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) thematisiert. Hintergrund: Die langfristig abgesicherte Finanzierung der Wärmenetze. Und dies schon aus präventiven Gründen im Vorfeld von Umsetzungen, obwohl die KWP rechtlich gar nicht verbindlich ist. Für hohe Fernwärmekosten, z. B. hohe Nachzahlungen von bis zu 20 % oder noch mehr, gibt es dennoch viele Beispiele aus den letzten zwei Jahren. Tlw. gehen die Kartellämter dagegen vor. 

Jetzt schlagen die Stadtwerke wegen langfristig bezahlbarer Heizkosten Alarm, weil sie bei den sehr hohen Investitionen für die Wärmewende um deren Finanzierung fürchten. Die Planung und der Bau von z. B. Nah- und Fernwärmenetzen, aber auch von anderen Maßnahmen, sind hochinvestiv, nicht selten im hohen sechsstelligen Bereich und höher. Unter den aktuellen Bedingungen drohen den Bürgern nach Ansicht der Versorger langfristig nicht mehr bezahlbare Heizkosten. Es ist wohl auch klar, dass der Staat die Investitionen für eine klimaneutrale Wärmeversorgung mit Fördermitteln nicht alleine tragen kann. Neue Finanzierungsmodelle sollen helfen, die Finanzierungslöcher zu füllen.

>>> Zum Beitrag des MDR

19.11.2025
Plusminus (TV ARD): Heizsaison – Was das warme Wohnzimmer kostet

Am Teuersten aktuell: Fernwärme! || Gas, Öl, Holzpellets, Fernwärme oder Wärmepumpe? Die Preise für die Wärmeträger sind in den vergangenen Jahren zum Teil sprunghaft angestiegen, manche auch wieder gesunken. Wer zahlt in dieser Heizsaison am meisten fürs warme Wohnzimmer? Wer am wenigsten? Die neue Studie eines großen Ablesedienstes zeigt interessante Antworten. Dazu schaut Plusminus in die Zukunft, wenn der CO2-Preis steigt. Für wen lohnt sich ein Umstieg beim Heizen?

>>> Link zum TV-Beitrag in der ARD Mediathek

18.11.2025
KWW-Kommunenbefragung 2025 (dena) | >>> Link

Die kürzlich veröffentlichte bundesweite Kommunenbefragung 2025 von dena und Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende (KWW) zeigt: Nur 45 Prozent der Kommunen halten ihr eigenes Zielszenario für realistisch. Zudem fehlt vielerorts Personal, Expertise und Zeit, und fast jede zweite Kommune nennt Datenbeschaffung und Öffentlichkeitsarbeit als zentrale Herausforderung. Die Konsequenz: Selbst fertige Pläne bieten allen Beteiligten keine automatische Planungssicherheit.

Darum ist klar: Die KWP kann Orientierung geben – aber sie ersetzt keine individuelle Wärmelösung und ist erst recht kein Grund abzuwarten. Weil laut BBSR-Analyse die meisten Kommunen für die Umsetzung der Transformation eine Dauer zwischen 18 und 23 Jahren vorsehen, sollten Hausbesitzer den Einbau ihrer neuen Heizungs- bzw. Ofentechnik unter Einbindung erneuerbarer Energien nicht auf die lange Bank schieben.

Zugleich zeigt die KWP-Praxis: Teure, zentrale Wärmenetze werden häufig als Standardlösung gesetzt, während dezentrale Systeme – Wärmepumpen, Biomasse, Holzwärme, biogene bzw. synthetische Flüssigbrennstoffe oder hybride Systeme – methodisch unterbelichtet bleiben. Dabei sind gerade diese Lösungen für die Bürger*innen nicht nur, aber insbesondere jenseits der Metropolen und in ländlichen Regionen entscheidend, um die Klimaziele bezahlbar und flexibel zu erreichen.

>>> Link zu den Ergebnissen der Kommunenbefragung

31.10.2025
BBSR-Basisstudie: Kommunen gehen Wärmeplanung sehr unterschiedlich an | >>> Link

Erst kürzlich zeigte eine vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) veröffentlichte Basisstudie, dass bisherige Wärmeplanungen deutlich im Umfang, in der Darstellung und in der Informationstiefe voneinander abweichen. Basisdaten werden unzureichend genutzt und verarbeitet. Heißt: Die Wärmewende wird vielerorts noch im Blindflug umgesetzt. Viele Wärmepläne beruhen offenkundig auf Szenarien, die wahrscheinlich so nicht eintreten – etwa beim zukünftigen Energiebedarf oder bei der Sanierungsquote.

>>> Link zur Studie